Naturschutz braucht nachhaltige Konzepte in der Energiepolitik

Landespolitik

Anneke Graner MdL: „Wir brauchen eine zukunftsfähige Form der Energiegewinnung“

Mit Verwunderung reagiert die Ettlinger Landtagsabgeordnete der SPD, Anneke Graner, auf Äußerungen ihres CDU-Kollegen Patrick Rapp zum Thema Windenergie in einem Pressebericht in der Ettlinger Ausgabe der BNN. Dessen Grundsatzkritik an der Windkraft in Baden-Württemberg festige Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Naturschutzpolitik in der CDU.

Konzepte von gestern sind keine Antwort auf die Herausforderungen von morgen
„Konzepte von gestern sind keine angemessene Antwort auf die Herausforderungen von morgen“, erklärt Graner. Wer angesichts der rasanten Erderwärmung, die der Weltklimarat erst vergangenen Sonntag mit seinem Abschlussbericht eindeutig belegt hat, immer noch auf fossile Energieträger setze, habe nichts verstanden und verspiele die Zukunft der kommenden Generationen. Es sei kaum nachzuvollziehen, warum die CDU sich so beharrlich weigere, die Zeichen der Zeit anzuerkennen und konstruktiv sowie über Parteigrenzen hinweg an dem gemeinsamen Ziel zu arbeiten – der dringend notwendigen Reduktion von Treibhausgasen. Vielmehr ließen die Darstellung von Herrn Rapp klar erkennen, dass es der Union immer noch am Willen mangele, ihre bisherige Blockadehaltung gegen eine klimafreundliche Energiepolitik aufzugeben.

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen
Besonders führe etwa die Behauptung in die Irre, Windenergie sei in Baden-Württemberg grundsätzlich nicht wirtschaftlich. Um dies zu untermauern, würden die Kosten pro Kilowattstunde Strom einer neu gebauten Windanlage (also mit Investitionskosten) häufig mit jenen bereits voll abgeschriebener Kohle- oder Gaskraftwerke (also ohne Investitionskosten) verglichen. Richtig sei jedoch, dass bei gleicher Betrachtung die Stromerzeugungskosten von Windanlagen an geeigneten Stellen immer deutlich niedriger ausfielen als jene von Kohle- oder Gaskraftwerken – und dies sehr wohl auch an Land. "Solche hinkenden Vergleiche sind nicht nur nutzlos, sondern verunsichern auch die Bürgerinnen und Bürger“, mahnt die Ettlinger Sozialdemokratin und fügt hinzu: „Ich würde mir wünschen, dass wir endlich ehrlich und ohne parteitaktische Erwägungen über eine zukunftsfähige Form der Energiegewinnung und damit über den Erhalt unserer Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Enkel diskutieren können.“

 
 

 

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