Podiumsdiskussion - Gemeinschaftsschule

Wahlkreis

„In der Gemeinschaftsschule lernen die Kinder länger gemeinsam, dadurch entsteht mehr Chancengerechtigkeit“, stellte Anneke Graner bei der Podiumsdiskussion der Paulusgemeinde in Ettlingen heraus. Das Format sah vor, dass immer zwei Kandidaten direkt miteinander diskutieren. Da war es nur folgerichtig, dass zwischen SPD und CDU die Gemeinschaftsschule thematisiert wurde.

Christiane Neumann, CDU-Kandidatin, hält wenig von der Gemeinschaftsschule: schwache Schüler würden nicht motiviert und viele Lehrer wären überfordert. „Ja, für die Lehrer sei die Gemeinschaftsschule mit viel Aufwand verbunden“, bestätigte Anneke Graner, “hier müssen wir die Lehrer noch mehr unterstützen“. Die Abgeordnete hat bereits mehrere Gemeinschaftsschulen besucht und sich mit den Vorteilen der Schulart, aber auch mit den Herausforderungen vertraut gemacht. Gerade der Start einer Gemeinschaftsschule sei viel Arbeit: Konzepte und Lehrmaterialien müssen erstellt und wieder angepasst werden. Deshalb erhielten die Schulen zum Beginn auch eine etwas bessere Lehrerausstattung. „Die Mühe der Lehrerinnen und Lehrer lohnt sich aber“, betonte die Abgeordnete. Die Schülerinnen und Schüler, die sie erlebt habe, hatten alle richtig Lust aufs Lernen. Dass bei der Schulart stark auf individuelle Förderung gesetzt wird, helfe dabei auch schwachen Schülerinnen und Schülern. Sie werden nicht gleich nach der vierten Klasse aussortiert, sondern erhalten die Chance an sich zu arbeiten und  sich zu entwickeln, um einen möglichst guten Schulabschluss zu erreichen. „Das bedeutet mehr Chancengerechtigkeit“, so die Abgeordnete, „denn so hängt der Bildungserfolg deutlich stärker von der Leistungsfähigkeit der Kinder ab als von der des Elternhauses“. 

 

Bericht der BNN

Bild oben mit freundlicher Genehmigung der BNN

 

Mehr als 35.000 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern haben sich inzwischen für einen Besuch der Gemeinschaftsschule entschieden. Das Konzept der Gemeinschaftsschulen unterscheidet sich beispielsweise von dem der Gymnasien. Welche Schulart sich für wen besser eignet, ist Typ Sache. Bei der Gemeinschaftsschule wird mehr auf Eigenverantwortung, gemischte Gruppen mit unterschiedlichem Lernniveau, schülerzentrierte Lernmethoden und qualitative Leistungsrückmeldungen gesetzt. Die IHK-Baden-Württemberg und Arbeitgeberverband unterstützen diese neue Schulart. Vorort entscheiden sich auch viele Kommunalpolitiker (aller Parteien) für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule. Denn neben ihrer Vorteile für die Schülerinnen und Schüler, ist sie auch eine Antwort auf veränderte Rahmenbedingungen. Durch den Rückgang der Schülerzahlen ist das dreigliedrige System schlicht nicht mehr zukunftsfähig und auch die geänderten Ansprüche im Arbeitsmarkt fordern eine bessere Qualifizierung unserer Kinder – und zwar aller unserer Kinder.

 

 

Infos zur Gemeinschaftsschule (Kultusministerium)

Filme: Vielfalt macht schlauer oder Zeichentrickfilm

Verein für Gemeinschaftsschule (mit Link zur Online-Petition)

Studie zur Gemeinschaftsschule

PM zur Begleitforschung

 

 
 

 

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